Zahnarzt Dr. med. dent. Thomas J. F. Hagel

Dr. Thomas Hagel ist Zahnarzt in Kitzbühel – mit einem Werdegang, der so gar nicht dem klassischen Bild entspricht, ihn aber bis heute begleitet. Geboren im Oktober 1977 in Nürnberg, stammt er aus einer Humanmedizinerfamilie. Geprägt von klassischer Bildung – Latein, Musik – lernte er schon sehr früh Geige und Klavier, unterrichtet von seinem Großvater, Friedrich Hagel, der über das absolute Gehör verfügte, bei Carl Orff studiert hatte und als Leiter der Singschule Katzwang einst den „Struwwelpeter“ in der Meistersingerhalle Nürnberg aufführte. Diese musikalische Prägung führte ihn weiter an das musische Gymnasium der Regensburger Domspatzen.

Gleichzeitig kam er schon als Kind mit moderner Technik in Berührung: in der Arztpraxis seines Vaters, Dr. Horst Hagel, stand schon damals ein großes Röntgengerät mit Kontrastmitteltechnik. Diese frühe Faszination für Technik führte ihn später zu Computern, elektronischer Musik, 3D-Grafik sowie Ton- und Videoschnitt-Technik – Themen, die er in seiner Ausbildung zum Mediengestalter in Bild und Ton vertiefte, bevor er sich bewusst auf dem zweiten Bildungsweg für die Zahnheilkunde entschied.

Genau diese Verbindung aus klassischer Bildung und technischer Neugier ist bis heute sein Prinzip: Dr. Hagel verbindet klassische Zahnmedizin mit hochmoderner 3D-Technik – eine Kombination, die seinen gesamten beruflichen Werdegang und seine heutige Arbeitsweise prägt.

Nach erfolgreichem Abschluss absolvierte er seine zweijährige Assistenzzeit in verschiedenen Praxen in Deutschland, mit Schwerpunkt Implantologie. Schon in dieser Zeit kam er mit biologischer Zahnmedizin und moderner 3D-Scan-Technik in Kontakt – und war bereits an sehr großen Fällen beteiligt: umfangreichen Implantat-OPs ebenso wie anspruchsvollen ästhetischen Keramikrestaurationen.

Dr. Thomas Hagel, Zahnarzt in der Zahnarztpraxis Schneeweiß in Kitzbühel

Schwerpunkt Implantologie

Sein Interesse an dieser Art der Zahnrekonstruktion vertiefte Dr. Hagel auf verschiedensten Fortbildungen und absolvierte schließlich auch das Curriculum des International Team for Implantology, kurz ITI. In einer der größten Implantatkliniken Süddeutschlands war er angestellt und lernte dort im großen Maßstab von erfahrenen Kollegen. Später erlangte er in St. Gallen die in der Schweiz für die Implantologie erforderliche Berufsausübungsbewilligung.

Seine Doktorwürde erlangte er im Mikrobiologischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit „cum laude“ – seine Dissertation befasste sich mit bakteriologischen Blutuntersuchungen und Antibiotikaresistenzen. Dieses vertiefte mikrobiologische Verständnis kommt ihm bis heute zugute, etwa bei der fundierten Beurteilung bakteriell bedingter Erkrankungen wie der Parodontitis.

Beruflicher Weg

Dr. Hagel zog in die Schweiz an den Bodensee, wo er seinen Einblick in die „biologische Zahnmedizin“ weiter vertiefte und dort sowohl Vor- als auch Nachteile aus erster Hand kennenlernte. Eine Zeit lang arbeitete er in einer der führenden Implantatpraxen der Region, die bis heute konsequent auf Titanimplantate setzt. Später erlebte er in der Schweiz beide Welten der Implantologie und arbeitete zwei Jahre in einem Zahnarztzentrum, teilweise als Medizinischer Leiter.

Der Kontakt zu unterschiedlichen medizinischen Ansätzen ist bei Dr. Hagel familiär geprägt: Sein Vater, Dr. med. Horst Hagel, sowie mehrere Onkel und Tanten sind ebenfalls Humanmediziner und kamen schon früh mit Verfahren wie Akupunktur und Kinesiologie in Berührung. Diese frühe, breite Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Methoden hat Dr. Hagel geprägt, ihn aber auch gelehrt, die Waage zu halten: Er übernimmt nicht unkritisch jeden Trend, sondern behält den Blick für das medizinisch Sinnvolle.

Lange hegte er den Wunsch nach einer eigenen Ordination. Seit seiner Geburt ist Dr. Hagel mit Österreich sehr verbunden. Sein Vater baute 1989 ein Haus in Hinterthal, und er lernte dort von Kindesbeinen an Ski- und Snowboardfahren. Kitzbühel ist nur etwa eine Stunde entfernt, und die Familie war dort oft auf den Pisten und bei Freunden unterwegs.

Als es sich zufällig ergab, die Ordination von den Dres. Kleinlercher zu übernehmen, zögerte Dr. Hagel nicht und erfüllte sich seinen Wunsch der Selbständigkeit. Dafür waren diverse Anstrengungen nötig, um die Räumlichkeiten zu renovieren und die Technik auf den neuesten Stand zu bringen. Am Ende entstand daraus ein kleines Juwel – eine moderne, hochwertig ausgestattete Praxis, die bis heute seine Handschrift trägt.

Warum ich diesen Beruf gerne ausübe

Mittlerweile hat sich Dr. Hagel auch auf sehr umfangreiche Fälle spezialisiert: die komplette Umstellung des gesamten Kiefers beziehungsweise der Okklusion. Zu ihm kommen Patienten mit stark fehlgestelltem Biss und starken Beschwerden, teils nach Jahren falscher Einstellung. Mithilfe neuester und zugleich altbewährter Technik – etwa durch 3D-Scan, Kronen, Tabletops oder vorübergehende Aufbissschienen – arbeitet er daran, den Biss wieder in eine gerade, funktionale Position zu bringen. Auch herausnehmbare Prothesen, die zuvor nicht richtig gepasst haben, lassen sich auf diese Weise häufig deutlich verbessern, sodass Patienten in der Regel spürbar beschwerdefreier sind.

Auch die Ästhetik liegt ihm besonders am Herzen. Viele Patienten hat er bereits mit neuen Frontzahnkronen versorgt – ebenso gerne arbeitet er aber auch mit dem deutlich günstigeren Composit, das er individuell und mit viel Liebe zum Detail formt, fast wie ein Bildhauer. Beide Wege sind bei ihm möglich, je nachdem, was für die jeweilige Situation und den jeweiligen Patienten passt.

„Immer wenn Angstpatienten nach erfolgreicher Behandlung mit einem strahlenden Lächeln die Ordination verlassen und mir sagen, sie seien überglücklich, mit mir diesen Weg gegangen zu sein, endlich wieder lachen zu können und sogar teilweise richtig Spaß gehabt zu haben, weiß ich, warum ich diesen Beruf gerne ausübe. Besonders wenn Menschen mit jahrelang falsch eingestelltem Biss zu mir kommen und am Ende lächelnd und beschwerdefrei wieder hinausgehen – das macht für mich diesen Beruf aus.“

Freizeit und Verbundenheit mit Tirol

Neben der Zahnmedizin ist Dr. Hagel seit Kindesbeinen sportlich unterwegs: im Sommer auf dem Segelboot, beim Wasserski und Wakeboard, im Winter auf der Piste beim Ski- und Snowboardfahren. Seit über 25 Jahren ist er außerdem passionierter Motorradfahrer – mal gemütlich auf der Harley-Davidson, mal sportlich auf der Ducati. Begleitet wird er dabei von seiner Lebensgefährtin Dr. Friederike Wäldrich – die beiden sind bereits seit dem Studium ein Team, seit nun 20 Jahren auch privat, und teilen sowohl beruflich als auch privat dieselbe Sichtweise. Verbunden sind beide auch durch ihre Liebe zur Natur und zu Tieren sowie durch den Schießsport: Seit 2018 haben sie gemeinsam die Jagdprüfung absolviert und sind Mitglied im Tiroler Jägerverband, in der IPSC sowie im Sportschützenverein Unken. Mit Tirol verbindet sie außerdem die Liebe zu ausgedehnten Radtouren und Skitouren in den umliegenden Bergen.

Mitgliedschaften

ITI – International Team for Implantology
Tiroler Jägerverband
Sportschützenverein Unken
IPSC